Tauchen und Schnorcheln mit Bart: Stilvolles Accessoire oder Wassereinbruch-Garantie?

Immer mehr Männer tragen heute häufiger Bärte, und das ist längst mehr als nur eine Modeerscheinung. Auch unter Tauchern hat dieser Look seinen festen Platz gefunden, schließlich sieht ein gepflegter Bart auch unter Wasser beeindruckend aus. Doch während ein Bart an Land für Stil und Charakter steht, kann er unter Wasser schnell zum Problem werden.

Stell dir vor: Du gleitest durch das türkisfarbene Wasser der Malediven, ein majestätischer Mantarochen schwebt vorbei – und plötzlich… Gluck-gluck-gluck. Deine Maske füllt sich mit Wasser, als hätte Poseidon persönlich einen Gag bei Verstecken, Spielen, Tauchen eingereicht. Schuld ist nicht dein Tauchbuddy, sondern dein Bart – der treue Begleiter, der unter Wasser plötzlich zum Saboteur mutiert. Doch keine Sorge: Mit den richtigen Tricks wird aus deinem Gesichtshaar kein Leck, sondern ein stylishes Accessoire!

Das Tragen eines Bartes gehört für viele zu einer Lebenseinstellung – natürlich auch für mutige Taucher. Wer seinen mit viel Sorgfalt gepflegten Bart nicht opfern möchte, steht beim Tauchen und Schnorcheln allerdings vor einigen Herausforderungen. Besonders die richtige Passform der Maske kann zum Problem werden, da Barthaare die Dichtlippe der Maske stören und für Wassereinbruch sorgen können.

Für erfahrene Bartträger dürfte das nichts Neues sein: Ein üppiger Schnurrbart oder ein voller Bart kann das Taucherlebnis erheblich beeinflussen. Wer nicht ständig mit eindringendem Wasser kämpfen will, sollte einige Tricks kennen. Ganz egal, ob du einen lässig gestylten Schnauzer oder einen buschigen Vollbart trägst,  mit den richtigen Maßnahmen kannst du sicherstellen, dass deine Maske dicht bleibt und du deinen Tauchgang in vollen Zügen genießen kannst.

Tauchen mit Bart

Tauchen mit Bart

Tauchen mit Bart was kann passieren?

Tauchen und Schnorcheln mit Schnurrbart und Bart ist absolut möglich. Wenn man die Probleme erkennt, die dadurch entstehen können, ist ein komfortabler Tauchgang garantiert. Mögliche Gründe, sich nicht wohl zu fühlen:

  • Ihre Maske sitzt nicht fest auf der Haut des Gesichts, sodass Wasser eindringen und viel Unbehagen, Panikreaktionen und Hautreizungen verursachen kann.
  • Salzwasser könnte Ihren Bart austrocknen und dazu führen, dass es sich wellt und kräuselt.
  • Die Haut um das Gesicht herum kann durch das Salzwasser und das Sonnenlicht austrocknen und verbrennen.
  • Wenn Sie einen sehr spitzen Bart haben, könnte Ihre Maske dadurch beschädigt werden.
  • Wenn man aus dem Wasser steigt, verheddern sich die Bärte.
  • Der Bart wächst schlecht und man muss sich rasieren.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So hält deine Tauchmaske auch mit Bart dicht

Ein Bart mag an Land dein Markenzeichen sein, aber unter Wasser kann er schnell zum Problem werden. Denn wo Barthaare sind, bleibt oft auch eine kleine Lücke – und die sorgt für Wassereinbruch in der Maske. Doch keine Sorge, mit ein paar cleveren Tricks kannst du deinen Bart abdichten, ohne gleich komplett glatt rasiert ins Wasser zu springen.

Schritt 1: Die Rasur – so wenig wie nötig, so viel wie nötig

Ja, es schmerzt – aber manchmal muss man Opfer bringen. Ein 1–2 mm breiter Streifen direkt unter der Nase reicht oft schon aus, um eine bessere Abdichtung zu schaffen. Keine Angst, dein Vollbart bleibt erhalten – du brauchst nur einen schmalen „Dichtungsbereich“. Am besten nutzt du einen Präzisionsrasierer, um den Schnitt sauber hinzubekommen. Alternativ kannst du auch deinem Tauchbuddy vertrauen – allerdings solltest du sicherstellen, dass er nicht gerade für den nächsten „Worst Barber Award“ nominiert ist.

Schritt 2: Silikonfett – das Gleitmittel für Tauchmasken (und Bärte)

Wenn du dich nicht rasieren willst, gibt es eine Alternative: Silikonfett. Dieses spezielle Fett bildet eine wasserabweisende Barriere zwischen Maske und Bart – einfach eine dünne Schicht direkt unter der Nase auftragen. Achtung: Nicht zu viel! Sonst fühlt sich dein Bart an wie ein frisch polierter Ledersitz. Bonus: Dein Bart bleibt nicht nur trocken, sondern auch geschmeidig weich – perfekt für Unterwasser-Selfies!

Schritt 3: Die Dichtheitsprüfung – der Vakuum-Test

Bevor du dich ins Wasser stürzt, solltest du testen, ob deine Maske wirklich dicht hält. Setze die Maske ohne Kopfband auf dein Gesicht, atme leicht durch die Nase ein und lasse los. Bleibt sie haften? Perfekt! Falls nicht, probiere Masken mit breiteren Silikondichtungen aus, wie z. B. die Cressi Big Eyes Evolution oder Modelle mit einer doppelten Dichtlippe.

Schritt 4: Bartpflege nach dem Tauchen – Salzwasser ist der Feind

Salzwasser und Bärte sind eine explosive Mischung – ähnlich wie Sand und Badehosen. Nach dem Tauchgang solltest du deinen Bart daher gründlich mit Süßwasser ausspülen, um Salzrückstände zu entfernen. Anschließend lohnt sich ein wenig pflegeleichtes Bartöl – aber bitte eines ohne Silikone, denn die können auf Dauer sowohl deinem Bart als auch deiner Tauchmaske schaden.

Fazit:

Egal, ob du dich für die Mini-Rasur, Silikonfett oder eine speziell geformte Maske entscheidest – dein Bart muss dich nicht vom Tauchen abhalten. Mit diesen Tricks kannst du entspannt abtauchen, ohne ständig Wasser aus der Maske pusten zu müssen. Und das Beste? Dein Bart sieht nach dem Tauchgang immer noch top aus!

Pflege des Bartes nach einem Tauchgang

Vor und nach einem Tauchgang sollten Sie Ihren Bart pflegen, damit er tadellos bleibt. Dies ist zwingend notwendig. Ziel ist es dabei natürliche Bartpflegeprodukte zu wählen, die auch die Umwelt schützen und solche, die keine schädlichen Chemikalien enthalten. Cremes und Wachse sind am besten geeignet. Cremes sind leicht anzulegen und haben Inhaltsstoffe, die die Haut erfrischen und am besten helfen, trockener Haut zu trotzen. Bart-Öle spenden Feuchtigkeit und Glanz und sind ideal zur Vorbeugung von Juckreiz. Nutzen Sie vor dem Tauchen die Pflegeprodukte, die Ihnen zusagen.

Folgendes ist zu beachten:

  • Waschen Sie die Gesichtshaare nach jedem Tauchgang mit Süßwasser. Waschen Sie ihn sorgfältig mit warmem, frischem Wasser, um zu verhindern, dass das Salz an Ihrem Bart eintrocknet.
  • Tragen Sie nach dem Tauchgang natürliche Öle auf: Die Haut wird so mit Feuchtigkeit versorgt und kämmen Sie die Haut abschließend mit einer nicht-statischen Bürste.

Des Weiteren haben Sie als Taucher auch die Verantwortung, die Umwelt zu schützen. Stellen Sie daher sicher, dass alle Produkte, die zur Pflege Ihres Bartes verwendet werden, zu 100 % natürlich sind und keine Schäden an den Riffen oder der Meeresfauna verursachen.

FAQs: Die 5 dringendsten Fragen rund ums Tauchen mit Bart

1. Kann ich mit einem Bart problemlos tauchen?
Ja, aber es kann zu Undichtigkeiten an der Maske führen, da Barthaare die Silikondichtung beeinträchtigen. Eine Lösung ist das Trimmen des Bereichs unter der Nase oder das Verwenden von Silikonfett, um eine bessere Abdichtung zu erreichen.

2. Welches Bartöl kann ich verwenden, ohne meine Maske zu beschädigen?
Verwende natürliche Öle ohne Silikone und Mineralöle, wie Arganöl, Jojobaöl oder Kokosöl. Diese pflegen den Bart, ohne das Silikon der Maske anzugreifen. Spezielle taucherfreundliche Bartpflegeprodukte sind ebenfalls eine gute Wahl.

3. Was tun, wenn meine Maske trotz Abdichtungsversuchen Wasser zieht?
Teste eine Maske mit breiteren Dichtlippen oder besonders weichem Silikon, wie z. B. die Cressi Big Eyes Evolution. Falls das Problem weiterhin besteht, hilft es, die Undichtigkeit unter Wasser durch sanftes Einatmen durch die Nase zu minimieren – oder in Betracht zu ziehen, den Bereich unter der Nase leicht zu trimmen.

4. Gibt es spezielle Tauchmasken für Bartträger?
Es gibt keine speziell für Bartträger entwickelten Masken, aber Modelle mit breiten Silikondichtungen oder einer doppelten Dichtlippe bieten oft eine bessere Abdichtung. Vollgesichtsmasken können ebenfalls eine Alternative sein, da sie das Problem der Undichtigkeit an der Oberlippe umgehen.

5. Muss ich meinen Bart nach dem Tauchen besonders pflegen?
Ja! Salzwasser trocknet das Barthaar aus, daher sollte der Bart nach dem Tauchgang mit Süßwasser ausgespült und anschließend mit einem milden Bartöl oder einer Feuchtigkeitspflege behandelt werden. Dadurch bleibt er geschmeidig und bricht nicht so schnell.

Fazit

Tauchen mit Bart ist sicherlich möglich, wenn sie die richtige und passende Tauchmaske kaufen. Eine 100 % Sicherheit, dass eine Tauchmaske immer Dicht bleibt und kein Wasser eindringt  werden Sie auch ohne Bart nicht haben. Wie Sie eine Tauchmaske richtig ausblasen haben wir in einem anderen Artikel genau erklärt, dies sollte auch von jedem zertifizierten Taucher fester Bestandteil sein. Sollten Sie sich mit Bart zu tauchen trotzdem unwohl fühlen, dann sollten Sie sich den Bart oder Schnurrbart rasieren. Dieser wächst nach 2-4 Monaten wieder vollständig nach. Gehören Sie zu denjenigen Tauchern, die nur zu bestimmten Jahreszeiten tauchen dann sollte es kein Problem sein.